Sie haben gerade einen Welpen gekauft! Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Familienmitglied. Diese Welpen-Tipps wurden speziell verfasst, damit er einen möglichst guten Start bekommt.
Welpen-Tipps 1: Die Reise nach Hause
Es wird empfohlen, den Welpen am besten abends abzuholen.
So hat er bereits gefressen und ist von Natur aus etwas schläfrig. Sorgen Sie dafür, dass Sie einen bequemen Platz im Auto haben, damit er unterwegs vielleicht einschläft. Nehmen Sie eine Decke oder ein Handtuch mit, in das Sie ihn einwickeln können, so nehmen Sie den Wurftgeruch mit. Diese vertrauten Gerüche beruhigen Ihren Welpen während der Fahrt und am ersten Tag zu Hause.
Transportieren Sie Ihren Welpen am liebsten in einem Karton mit einer Hundetrainingsunterlage oder saugfähigem Papier auf dem Boden und der Decke oder dem Handtuch, auf dem der Wurfgeruch ist.
Sichern Sie den Karton aus Sicherheitsgründen mit dem Sicherheitsgurt oder lassen Sie ihn von jemandem gut festhalten. Fahren Sie nicht zu ruckartig, damit sich der Welpe nicht erschreckt.
Welpen-Tipps 2: Die Ankunft zu Hause
Lassen Sie die Ankunft zu Hause so ruhig wie möglich verlaufen. Spielen Sie kurz mit Ihrem Welpen und geben Sie ihm etwas Zeit, sein neues Zuhause zu erkunden. Lassen Sie ihn noch ein wenig fressen und gehen Sie anschließend mit ihm in den Garten, damit er sein Geschäft verrichten kann.
Bringen Sie ihn danach zu seinem Schlafplatz, damit er einschlafen kann.

Eine Hundebox ist ein idealer Schlafplatz für Ihren Welpen: ein Plätzchen für ihn selbst, in das er sich zurückziehen kann.
Welpen-Tipps 3: Die erste Nacht überstehen
Es gibt verschiedene Auffassungen darüber, welche Vorgehensweise für die erste Nacht am besten ist. Manche Menschen finden, dass die Welpen am besten allmählich an ihren neuen Schlafplatz im Haus gewöhnt werden sollten, während andere der Meinung sind, dass die Welpen sofort an ihrem eigenen Platz in einem anderen Zimmer schlafen sollten, wobei Sie das Jaulen und Piepsen, das in der ersten Nacht wahrscheinlich vorkommt, ignorieren.
Beide Vorgehensweisen haben Vorteile. Ihren Welpen in Ihrer Nähe zu halten klingt logisch. Denn Hunde sind von Natur aus Rudeltiere, die sich im Beisein anderer sicher und wohl fühlen. Früher oder später kommt es jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem Sie Ihren Welpen allein lassen müssen, daher ist es gut, ihn von Anfang an ans Alleinschlafen zu gewöhnen. Wenn Sie ihn in der ersten Nacht wirklich nicht allein lassen können, sollten Sie am besten in dem Zimmer bei ihm schlafen, in dem er später auch schlafen wird. Wenn Sie ihn in Ihrem Schlafzimmer, oder noch schlimmer: in Ihrem Bett schlafen lassen, kann das zu einem Hund führen, der absolut nicht ohne Sie kann, oder zu einem erwachsenen Hund mit Trennungsangst.
Welpen-Tipps 4: Allein schlafen
In den ersten Nächten wird Ihr Welpe sehr wahrscheinlich unruhig sein, quieken und jaulen. Widerstehen Sie der Versuchung, zu ihm zu gehen, sonst lernt er, dass er Aufmerksamkeit bekommt, wenn er Geräusche macht. Wenn Sie diesen Fehler früh machen, wird er schließlich noch dringender quieken und es dauert länger, bis er allein schlafen kann.
Tipps zur Stubenreinheit
Antizipieren
Bringen Sie Ihren Welpen jede Stunde nach draußen, ebenso nach dem Essen und Trinken, nach dem Spielen und direkt nach dem Aufwachen und vor dem Schlafengehen. So ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass er sein Geschäft an der richtigen Stelle verrichtet.
Legen Sie ein Standardkommando fest
Verwenden Sie ein Kommando, z. B. ‚Mach Pipi‘, wenn er sein Geschäft verrichtet. Nach einiger Zeit assoziiert er dieses Kommando mit dem Verrichten seiner Notdurft und wird es auf Kommando tun.
Belohnen Sie gutes Verhalten
Belohnen Sie Ihren Welpen ausgiebig mit lobenden Worten und Leckerlis , wenn er seine Notdurft an der richtigen Stelle verrichtet. So lernt er gut, dass draußen Pinkeln der richtige Weg ist. Der Welpe freut sich, wenn er etwas richtig macht, und wird das Pinkeln draußen mit fröhlichen, positiven Gefühlen assoziieren.
Korrigieren
Korrigieren Ihren Welpen nur, wenn Sie ihn wirklich dabei sehen, an der falschen Stelle zu urinieren oder zu koten. Sagen Sie dann deutlich nein und rufen Sie ihn, damit er Ihnen zur Tür folgt. Gehen Sie mit ihm nach draußen und lassen Sie ihn sein Geschäft an der richtigen Stelle verrichten. Wenn Sie ihn lange genug unterbrechen können, um mit ihm nach draußen zu gehen, lernt er die beiden Aspekte der Stubenreinheit: stubenrein sein: zuerst zu zeigen, dass er nach draußen muss, indem er zur Tür läuft, und danach tatsächlich sein Geschäft draußen zu verrichten.